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Neuer swissherdbook Wallis-Vorstand

10.02.2018
An der Delegiertenversammlung von swissherdbook Wallis trat der gesamte bisherige Vorstand zurück: Präsident Herbert Bregy, seit 2003 im Vorstand, Pius Schnydrig seit 2008 im Vorstand, Helen Fux und Peter Ruckli seit 2009 im Vorstand sowie Alois Juon seit 2014 im Vorstand. Ebenso stellten die Revisoren ihr Amt zur Verfügung.
Die neuen Kandidaten stellten sich gleich selbst vor: Roman Wyssen aus Susten, Fabian Lengen aus Zeneggen, Gabriel Ammann aus Turtmann, Nicolas Lötscher aus Unterbäch und Albert Mathieu aus Albinen. Sie wurden mit einem Applaus gewählt. Fabian Lengen stellte sich als Präsident zur Verfügung und wurde ebenso mit Applaus gewählt. Auch die beiden neuen Revisoren Patrick Jost aus Obergesteln und Herold Zimmermann aus Visperterminen wurden unverzüglich in ihr Amt gehievt.
Dank den siebentausend Franken Gewinn aus der Verbandsschau 2017 kann Alois Juon eine recht gut gefüllte Kassa übergeben. Herbert Bregy kam in seinem Jahresbericht auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres zu sprechen. Das Wetter mit Frost, Hitze und Trockenheit alles zum ungünstigsten Zeitpunkt sorgte dafür, dass in diesem Winter bei vielen Betrieben, die Lichtmesse (2. Februar) leicht vorverschoben werden musste. An Lichtmess sollte der Heustock nämlich noch zur Hälfte vorhanden sein. Er liefert ein paar eindrückliche Zahlen zur Milchproduktion. Mit 2.1 Milliarden Schweizer Franken bestreitet sie 1/5 des gesamten Produktionswertes. Bregy ist überzeugt, dass nur eine produzierende Landwirtschaft Zukunft haben wird, also überleben kann. Der Präsident verweist auf die Zuchterfolge der Walliser Züchter, so die Zuchtfamilien der Züchter Marcel Ammann + Söhne Turtmann, Martin Ammann Turtmann und Roman Wyssen, Susten. Die Kuh von Roman Wyssen wurde zudem an der Swiss Cow in Gastaad für ausserordentliche Leistungen ausgezeichnet. Seine Abschieds- und Dankesworte waren mit grossen Emotionen verbunden, nach 15 Jahren vollem Einsatz mehr als verständlich.
Ueli Bach, der Vertreter von swissherdbook Schweiz konnte zuerst die Kuh Lucia für die Leistung von 100'000 kg Milch ehren. Lucia ist die erste BENTAL-Tochter, die für diese Leistung geehrt werden kann und kommt aus der Zucht von Fabian und Sabine Lengen aus Zeneggen. Im Anschluss orientiert er über wichtige Informationen aus dem Schweizer Verband. Das Rad der Zucht dreht schnell. Das Erheben von Gesundheits- und Fruchtbarkeitsdaten ist für die Erhebung der Zuchtwerte von grosser Wichtigkeit. Schnell dreht auch die Politik und da kommt die Rindviehhaltung, insbesondere die Hochleistungskuh, unter Druck. Er bittet die Delegierten zur Schweizer Verbands-Versammlung vom 11. April mit Namen anzumelden, damit diesen die Unterlagen im voraus zugestellt werden können. Zudem berichtet er über die Neuorganisationen in den Kommissionen. Kommissionsmitglieder müssen neu ihre Dienstleistungen zu 100% von swissherdbook beziehen, eine Mitgliedschaft in zwei Verbänden soll damit ausgeschlossen werden. In den Fachkommissionen dürfen nur noch Vertreter die Rassen vertreten, welche sie selbst auch zu mindestens 80% züchten. Er lädt zudem auf die nächst Swiss Cow am Strickhof ein.
Monica Duran überbringt die Grüsse der Oberwalliser Landwirtschaftskammer OLK und verweist ins besondere auf die Alpkommission, welche 2018 ihre Tätigkeit voll den Walliser Alpen und ihren Verantwortlichen widmen will.
Moritz Schwery, Leiter des Landwirtschaftszentrums Visp, beschwört die absolute Neutralität des Tierzuchtlehrers, welche von swissherdbook-Vertretern bei einem aus dem Braunviehgebiet stammenden Lehrer gelegentlich anzweifeln. Er stellt zudem fest, dass viele die vor mehr oder weniger Jahren in der Landwirtschaftsschule noch die Schulbank drcken heute in den Vorstand gewählt wurden und zieht daraus den Schluss, dass die Schule somit nicht so schlecht sein könne. Er macht auf den Beginn eines neuen Betriebsleiterkurses im Herbst 2018 aufmerksam und auf die Berufswahlmesse 2018 vom 20.bis 25. Februar in Martigny.
Betriebsberater Jonas Regotz verweist auf das leicht steigende Niveau bei der Ertragswertberechnung und das ebenfalls leicht steigende Niveau bei den Pachtzinsen. Er macht auf die Möglichkeit einer Nachanmeldung bei Landschaftsqualitätsprojekten aufmerksam. Auch die Betriebsberatung verfolgt die sich anbahnenden Veränderungen der Agrarpolitischen Rahmenbedingungen zusammen mit der OLK mit Argusaugen und gibt wo möglich Gegensteuer etwa bei der Marktöffnung oder den höheren Ausbildungsanforderungen. Ebenso informiert er über die gemeinsam mit der OLK mit dem Amt für Gewässerschutz ausgehandelte Ausnahmelösung wegen der extremen Witterungsbedingungen im Januar 2018.