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Kreative Bäuerinnen

31.10.2017
Die Mehrzweckhalle in Agarn bot am Sonntag, 29. Oktober 2017 Raum für viele kreative Ideen: Von der eingekleideten Haarspange, über Schmuck zu Besticktem, Genähtem oder Gestricktem bis hin zum Alpkäse. Dazu gab es feines Backwerk und Kaffee.

Im Erdgeschoss des Grünen Zimmer Agarn lud Odilo Ittig zur 2. Glockenbörse Agarn. Einen Stock darüber nistete sich die Oberwalliser Bäuerinnen- und Landfrauenvereinigung ein. Auf den 25 Quadratmetern boten die Bäuerinnen und Landfrauen wahrlich eine riesige Vielfalt. Fabienne Truffer von Erschmatt nähte Zwerge und wusste die Kinder beim Ausstopfen der kleinen Gesellen hervorragend in ihre Arbeit einzubeziehen. Daniela Petrig, ihre Töchter und Enkelkinder von Törbel boten gefilzte Kerzenständer, lustige Zwerge und schöne Lampen an. Sie stellt auch Krippenfiguren her, die sie selber bemalt und mit Selbstgenähtem bekleidet. Therese Schmid von Naters tischte mit ihren Konfitüren, dem Getrockneten den verschiedenen Essigsorten und Gewürzen aus heimischen Kräutern viel Leckeres auf. Nicht nur eine Augenweide sondern zugleich zweckmässig waren die Kindersöckchen von Cornelia Albert von Naters. Sie macht diese auf Bestellung zu fast jedem Thema. Von Belinda Wyss aus Törbel bleiben vor allem die vielen Salben in Erinnerung, ganz bestimmt dann, wenn sie Wunden heilen, Erkältungssymptome oder Bauchschmerzen lindern. Evi Zeiter von Fiesch bot Sirup von den Rosenblüten an ihrer Bauernhauswand an und stellte dem Publikum gleichzeitig die Früchte ihres Selbstversorgungs-Gartens vor. Karin Ritler von Blatten stellte ihr neues Projekt vor: Mit Schafwollflöckchen füllt sie himmlisch weiche Kissen, natürlich nur dann, wenn sie nicht am Kochherd steht, um ihre Gäste zu verwöhnen oder mit Wurzeln, Holz, getrockneten oder frischen Blumen und Stauden ein Präsent zaubert. Schliesslich wusste Sabine Gabske mit ihrer Kunst des Handspinnens die Besucherinnen und Besucher in den Bann zu ziehen. Gleichzeitig verarbeitet sie die handgesponnene Wolle denn auch gleich zu schönen Pullovern und vielen weiteren nützlichen Sachen für Kinder und Erwachsene. Madeleine Schmidli und Rita Brantschen vom Vorstand der Bäuerinnenvereinigung sprangen als gute Geister überall da ein, wo sie gerade gebraucht wurden. Schade, dass der Arbeit der Bäuerinnen und Landfrauen nicht so viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht wurde, wie sie das verdient hätte. Die Frauen nahmen es gelassen: „In ihrem sonst oft so hektischen Alltag sei ein gemütlicher Tag unter Gleichgesinnten so richtig wohltuend“, gaben sie zu Protokoll.
Helene Zbinden von Naters platzierte sich mit ihren Kerzen in der Mehrzweckhalle. Nun ja, die Kerzen haben wohl alle einen Docht, aber sie zu verbrennen wäre schon fast eine Sünde. Eringerkühe beim Stechen, eine stolze Schwarzhalsziege sind nur zwei der vielzähligen und wunderbaren Motive, welche die Kerzen von Helen Zbinden unvergleichlich machen.