Stimmungsvolle GV 2015

Sorgfältige Vorbereitung durch die fünf aktiven und kreativen Bäuerinnen im Vorstand und ein spannendes Tagungsthema waren Grund genug, dass die Oberwalliser Bäuerinnen und Landfrauen zahlreich im Zentrum Missione erschienen. Der geschäftliche Teil konnte zügig abgewickelt werden und hielt für die Co-Präsidentin Pia Eggel eine Überraschung in Form eines Blumenstrausses bereit für 20 Jahre aktive Mitarbeit im Seelsorgeteam und bei der Bäuerinnenvereinigung.

Der Verein Bäuerlicher Sorgechrattä hielt seine GV 2015 in Naters ab

Die Oberwalliser Bäuerinnen sind beim Verein Bäuerlicher Sorgechrattä aufgefallen und verlegten ihre GV 2015 spontan nach Naters. Präsidentin Berta Amgarten, Aktuarin Annemarie Wirsch, die Sorgechrattä-Mutter Lydia Fässler und die Rechnungsrevisorin Ingeborg Schmid brachten die Geschäfte sogar inklusive Wahlen noch fast schneller über die Bühne als die Oberwalliser Bäuerinnenvereinigung. Am schönen Sammelergebnis 2015 hatten auch die Oberwalliser Bäuerinnen einen guten Anteil geleistet. Der Verein Bäuerlicher Sorgechrattä, der sich nach der Fusion der Schweizerischen Katholischen Bäuerinnenvereinigung mit dem Schweizer Landfrauenverband selbständig gemacht hat, sammelt seit 2006 Spenden für in Not geratene Bauernfamilien. Ein Unwetter, ein Unfall, eine Krankheit, ein Brand, eine Seuche können Bauernfamilien schnell in finanzielle Schieflage bringen. Der Verein bäuerlicher Sorgechrattä hilft dann schnell und unkonventionell mit einem Beitrag aus, so dass neben dem seelischen Leid nicht auch noch die finanzielle Angst auf der Bauernfamilie lastet.
Die Sorgechrattä-Mutter Lydia Fässler ist eine beeindruckende Frau. Spricht man mit ihr, glaubt man, sie sei ihr Leben lang auf der Sonnenseite gewesen, dabei musste auch sie Schicksalsschläge meistern. Ihr sieht man die Freude richtig an, wenn sie Bauernfamilien helfen kann, sei es mit einem wollligen Weihnachtspäckli oder mit einem Batzen.
Die schönen Trauer- und Blumenkarten sind bei Lydia Fässler-Ulmann, Brülisauerstrasse 27, 9050 Appenzell/Steinegg unter Telefon 071 799 13 68 oder beimVorstand der Oberwalliser Bäuerinnenvereinigung erhältlich.
Die Strickwaren werden bei der Geschäftsstelle der Oberwalliser Landwirtschaftskammer an der Talstrasse 3 in Visp gesammelt.

Sonja Imoberdorf spricht zum Thema Stressbewältigung im Alltag

Sonja Imoberdorf stammt aus der bekannten Original-Braunviehzüchterfamilie Karl Imoberdorf von Münster. Wenn sie von Stress im Alltag spricht, dann weiss sie vowon sie redet, aus eigener Erfahrung durch Krankheit und Tod in der Familie und aus der Erfahrung von 18 Interviews, die sie für ihre Bachelor-Arbeit geführt hat.
Mit dem Aufzeichnen des Stresshauses vom Selbstwert als Fundament bis zum Blitzableiter auf dem Dach führt sie die Bäuerinnen ins Thema ein und stellt immer wieder die richtigen Fragen, damit sich die Anwesenden ihre eigene Situation vor Augen führen und sich so ihre eigene Stress-Therapie aufbauen können. Für Stress gibt es kein objektives Mass. Stress ist etwas sehr Persönliches. Sind die Anforderungen grösser als die Ressourcen besteht die Gefahr eines Burnout (das salonfähigere Wort für Depression).
Bauernfamilien stehen durch die enge Verbundenheit von Familie, Betrieb und Eigentum und damit die gegenseitige Abhängigkeit in einer besonderen Stress-Situation. Genau diese Kopplung gibt aber auch Stärke und Heilungskraft.
Sonja Imoberdorf schliesst ihren spannenden Vortrag mit ein paar Tipps für mehr Stress, etwa: ...es allen recht machen, alles perfekt machen, alles selbst machen, keine Pausen einlegen....
Besonders zu Herzen nehmen sollten sich die Bäuerinnen und Landfrauen aber die Tipps für weniger Stress, die da sind: Belastungen in Betrieb oder Familie reduzieren. Regelmässiger kollegialer Austausch, Bedürfnisse, Ziele, persönlich Grenzen kennen und auch respektieren. Freizeit soll Entspannung und Spass sein. Positive soziale Kontakte pflegen. Gemeinsam gegen den Stress. Lernen NEIN zu sagen. In Bewegung bleiben. Entspannungstechniken ausprobieren. Kompetenzen erweitern durch Kursbesuche. Pausen, Ruhetage, handyfreie Zeiten. Genügend SCHLAFEN!